Aus dem Nebel

Im Nebel gegangen.
Für immer darin verfangen?
Nie! Nie! – hallt es von mir in die Wände,
und ich erkunde endlich das Gelände.

Taste mich vor, und weiche wieder zurück,
erlebe Trauer, Schmerz und Glück.

Ich will die Wände ergreifen,
und fasse ins Leere,
denn jenseits davon sind die Weltenmeere.

Die Nebel lichten sich, eine Ahnung steigt empor,
die Wärme kommt von der Sonne,
die ich vor langer Zeit verlor.

Ich trete hinaus aus dem Nebel,
gleichzeitig löst er sich auf,
vorbei sind Stricke und Knebel,
nun nimmt mein Leben seinen Lauf.

Ich gehe mit den Füßen ins Wasser,
plötzlich ist die Erinnerung da:
wenn ich anfange zu schwimmen, ist das andere Ufer ganz nah.

 

Text und Bild © Melanie Ackermann
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